Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
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Das Logo von Religions for Peace, Schriftzug mit Taube, weiß auf rot

Schriftzug Rundbrief mit Serifen

 

 

06. April 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Die Nachricht des heutigen Tages veranlasst mich unmittelbar zu einem Rundschreiben an Sie.

„Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes“ - Dieses Wort aus dem Römerbrief des Apostels Paulus am Baugerüst unserer Frankenberger Kirche in Goslar lasen meine Frau und ich gerade, als uns die Nachricht des Heimgangs von Hans Küng erreichte. Kann man sich eine bessere Osterbotschaft für ihn wünschen?! „Friedlich eingeschlafen“ schrieb Dr. Stephan Schlensog, Generalsekretär der Stiftung Weltethos: Das Grundvertrauen, über das er immer nachgedacht und über das er mit tiefen Gedanken geschrieben hat, hat ihn also Gottseidank bis zuletzt nicht verlassen, auch in den Jahren seiner schweren Parkinson-Erkrankung.

In meinem Studium Anfang der 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ahnte ich es noch nicht. Aber ab Mitte der 70-er Jahre ist er zunehmend mein ganz wichtiger theologischer Wegbegleiter geworden. Wie viele Menschen werden das von sich sagen können! „Christsein“, „Existiert Gott?“, „Credo“: Glauben in unserer Zeit und für unsere Welt verständlich, einsichtig, relevant zu machen, war seine große Gabe. Von 1988 an zieht sich seine Spur durch die Nürnberger Foren zur Kulturbegegnung. Nürnberg war einer der ersten Orte, an denen er die These „Kein Weltfriede ohne Religionsfriede“ vertrat.

„‘Das Projekt Weltethos‘ in der Erziehung“ war das Thema des 5. Nürnberger Forums, bei dem er eine ganze Woche mit uns – theologisch, pädagogisch, interreligiös Engagierten, Theoretikern wie Praktikern aus Europa, Afrika, Amerika und Asien (und natürlich den Mitgliedern von Religionen für den Frieden Nürnberg) - zusammenarbeitete. Das Cover-Bild des Forumsbandes (mit Muthukumaraswamy und Vinu Aram aus Indien, Holger und Lukas Wielsch) schicke ich im Anhang mit. Aber auch Sofia, Amman, Kyoto waren gemeinsame Orte des Wirkens für interreligiöse Bildung und das Projekt Weltethos.

Im letzten Jahr konnte Hans Küng zu seiner Freude den Abschluss der Herausgabe seiner gesammelten Werke beim Herder-Verlag (32 Bände!) – erleben. Zu Weihnachten erreichte uns noch ein Gruß mit handschriftlicher Anrede. Dr. Günther Gebhardt, sein langjähriger Mitarbeiter und besonderer Begleiter in den letzten Lebensjahren, erzählte ihm auch von meinem neuen Buch „Interreligiöse Verständigung und Bildung 1980-2020“, einer Bilanz der Nürnberger Foren, das gerade in den Druck geht.

Ich schreibe das alles nicht ohne innere Bewegung, in der Verbundenheit mit den vielen Menschen, die von Hans Küng entscheidende Inspirationen erhalten haben, vor allem aber in großer Dankbarkeit. Möge er schauen, was er geglaubt hat!

Mit herzlichen Segenswünschen für Sie alle
Ihr
Johannes Lähnemann



 

 

08. März 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Dieses Schreiben richte ich an Sie unter dem Eindruck des Besuches von Papst Franziskus im Irak, diesem vielfältig geschundenen und gespaltenen Land, bei dem er Zeichen und Impulse für Versöhnung und Frieden setzte. Er sprach ja nicht nur Christen an, sondern stellte sich an die Seite aller Religionsgemeinschaften, die unter den Auseinandersetzungen und besonders dem IS-Terror Unendliches erlitten haben. Ich gebe Ihnen unten das „Gebet der Kinder Abrahams“ weiter, das er in Ur, dem Ort, der mit der Geburt Abrahams verbunden ist, in der Gemeinschaft aller dort versammelten Gläubigen gesprochen hat. 

 

Damit lade ich gleichzeitig zu den Dialogveranstaltungen ein, auf die ich schon im letzten Rundschreiben verwies:. 

Das Begegnungszentrum Brücke und die Sufi-Gemeinschaft Mevlana e.V. widmen sich berühmten mystischen Brückenbauern

am Do, 18. März 2021 zu Mevlana Dschelal ed-Din Rumi und am Do, 25. März zu Meister Eckart,  jeweils 19.00-20.30.

Referenten sind Scheich Süleyman W. Bahn und Pascal Réveiller.

Da es im Bereich der um Mystik tiefgründigste existentielle religiöse Erfahrungen geht, ist dieser Dialog besonders viel versprechend.

Hingewiesen hatte ich darauf, dass man sich unter buero@bruecke-nuernberg.de anmelden kann. Es braucht aber nicht unbedingt diese Anmeldung. Es reicht auch aus, am besagten Datum um kurz vor 19 Uhr eingeloggt zu sein. Hier sind die Links:

18.03. zu Mevlana Rumi

https://zoom.us/j/95886466498?pwd=aHpNdXRlNnhNbzF4RlVMQ1gxV2FiZz09&fbclid=IwAR0vH1bZTvV3AzCmK8dUdA7APJBQmI-pAtzTdG5ayeGz87k9Qkz6Xb-HKwA#success

25.03. zu Meister Eckhart

https://zoom.us/j/99447176896?pwd=eTV0ZlNNbzBReUZlcGlHU0Y5bk9jUT09   Meeting-ID: 994 4717 6896   Kenncode: 029152

 

Papst Franziskus: Gebet der Kinder Abrahams 

Allmächtiger Gott, unser Schöpfer, du liebst die Menschheitsfamilie und auch sonst alles, was deine Hände vollbracht haben. Wir, die Söhne und Töchter Abrahams, die dem Judentum, dem Christentum und dem Islam angehören, danken dir zusammen mit anderen Gläubigen und allen Menschen guten Willens, dass du uns Abraham, einen berühmten Sohn dieses edlen und geschätzten Landes, als gemeinsamen Vater im Glauben geschenkt hast.

Wir danken dir für das Beispiel dieses gläubigen Mannes, der dir bis zum Äußersten gehorchte und seine Familie, seinen Stamm und sein Land verließ, um in ein Land zu gehen, das er nicht kannte.

Wir danken dir auch für das Beispiel an Mut, Durchhaltevermögen, Seelenstärke, Großzügigkeit und Gastfreundschaft, das uns unser gemeinsamer Vater im Glauben gegeben hat.

Wir danken dir insbesondere für seinen heroischen Glauben, den er bewies, als er bereit war, seinen Sohn zu opfern, um deinem Befehl zu gehorchen. Wir wissen, dass dies eine äußerst schwierige Prüfung war, aus der er dennoch als Sieger hervorging, weil er dir ohne Vorbehalt traute, der du barmherzig bist und immer neue Wege für einen Neubeginn eröffnest.

Wir danken dir, denn dadurch, dass du unseren Vater Abraham gesegnet hast, hast du ihn zu einem Segen für alle Völker gemacht.

Wir bitten dich, du Gott unseres Vaters Abraham und unser Gott: Schenke uns einen starken Glauben, der sich für das Gute einsetzt, einen Glauben, der unsere Herzen für dich und für alle unsere Brüder und Schwestern öffnet, und eine Hoffnung, die sich nicht unterdrücken lässt und überall die Treue deiner Verheißungen zu erkennen vermag.
Mache jeden von uns zu einem Zeugen deiner liebenden Sorge für alle, besonders für die Flüchtlinge und Vertriebenen, die Witwen und Waisen, die Armen und Kranken.

Öffne unsere Herzen, schenke uns die Bereitschaft, einander zu vergeben und mache uns zu Werkzeugen der Versöhnung und des Friedens, zu Erbauern einer gerechteren und geschwisterlicheren Gesellschaft.
Nimm alle Verstorbenen, besonders die Opfer von Gewalt und Krieg, auf in dein Reich des Lichtes und des Friedens. Steh den Verantwortlichen darin bei, die Entführten zu suchen und zu finden und vor allem Frauen und Kinder zu schützen.

Hilf uns für den Planeten Sorge zu tragen, das gemeinsame Haus, das du uns allen in deiner Güte und Großzügigkeit gegeben hast.

Komm uns beim Wiederaufbau dieses Landes zu Hilfe und gib uns die Kraft, die wir brauchen, um denen zu helfen, die ihre Heimat und ihr Land verlassen mussten, so dass sie sicher und in Würde zurückzukehren und ein neues Leben in Frieden und Wohlstand beginnen können. Amen.“
(Übersetzung: Catholic News Agency/CNA)

Mit herzlichen Segenswünschen für Sie alle
Ihr
Johannes Lähnemann

 
[ Anmerkung des Webmasters:
Hier findet sich die komplette Videoaufzeichnung der Feierstunde in Ur, sowie der Wortlaut der gesamten Ansprache von Papst Franziskus:
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-03/papst-franziskus-irak-ansprache-wortlaut-ur-interreligioes.html ]

 

 

04. Februar 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Heute begehen die Vereinten Nationen erstmals den Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen, der gerade auch die Religionsgemeinschaften zu gemeinsamem Einsatz herausfordert.

Bischof Bertram Meier, der die Katholische Kirche am Runden Tisch der Religionen in Deutschland vertritt, hat dazu eine Erklärung herausgegeben, die ich Ihnen gerne weitergeben möchte. Sie finden Sie im Anhang.

In der Hoffnung, dass wir entgegen allen unterdrückerischen Machtstrukturen mitarbeiten können an der Geschwisterlichkeit aller Menschen, grüßt Sie herzlich
Ihr Johannes Lähnemann

 

 

February, 3rd 2021

My dear Friends,
I write these lines as a spiritual leader, empathizing with the sentiments of millions of people at this moment. I write to my dear people, the civilian leaders, the Tatmadaw (Myanmar army) and the international community. I have watched with sadness the moments of darkness in our history and watched with hope the resilience of our people in their struggle for dignity. We are journeying through most challenging times of our history. I write with love towards all, seeking a durable solution, praying for an end forever to the periodic darkness that envelops our dear nation. 

 1. To My Dearest People of Myanmar
I share deep fellowship with all of you in this moment as you grapple with the unexpected, shocking events that are unfolding in our country. I appeal to each one of you, stay calm, never fall victim to violence. We have shed enough blood. Let not any more blood be shed in this land. Even at this most challenging moment, I believe that peace is the only way, peace is possible. There are always nonviolent ways for expressing our protests. The unfolding events are the result of a sad lack of dialogue and communication and disputing of diverse views. Let us not continue hatred at this moment when we struggle for dignity and truth. Let all community leaders and religious leaders pray and animate communities for a peaceful response to these events. Pray for all, pray for everything, avoiding occasions of provocation.
We are living through a time of pandemic. Our courageous health workers have saved many lives. We understand your pain. Some have resigned as protest, but I plead with you do not abandon your people in need at this time. 

 2. To our Tatmadaw General and the Tatmadaw Family
The world has reacted with shock and agony to what has happened. When, in 2015, a peaceful transition to the elected government was effected by the Army, that won the admiration of the world. Today the world tries to understand what went wrong in the following years. Was there a lack of dialogue between the elected civilian authorities and the Tatmadaw?
We have seen so much pain in conflicts. Seven decades of shedding blood and the use of violence brought no results. You all promised peace and genuine democracy. Democracy was the streak of hope for solving the problems of this once rich country. This time millions voted for democracy. Our people believe in a peaceful transfer of power.
Now the Tatmadaw has unilaterally taken over. This has shocked the world and the people of Myanmar. Allegations of voting irregularities could have been solved by dialogue, in presence of neutral observers. A great opportunity was lost. Many leaders of the world have condemned and will condemn this shocking move.
Now you promise greater democracy - after investigation and another election. Myanmar people are tired of empty promises. They will never accept any fake protestation. You also promise to hold multiparty elections after one year. How will you gain the trust of our people? They will trust only when words are matched by sincere actions.
Their anguish and disappointment must be understood. Your actions need to prove that you love them, care for them. Once again I plead with you, treat them with great dignity and peace. Let there be no violence against our dear people of Myanmar.
Sadly, the elected representatives of our people belonging to NLD are under arrest. So are many writers, activists, and youth. I urge you, respect their rights and release them at the earliest. They are not prisoners of war; they are prisoners of a democratic process. You promise democracy; start with releasing them. World will understand you. 

 3. To Daw Aung San Suu Kyi and President U Win Myint and all our beloved leaders:
Dear National League for Democracy leaders: You are in this plight in your unending struggle to bring democracy to this nation. The unexpected turn of events has made you prisoners. We pray for you and urge all concerned to release you at the earliest.
Dear Daw Aung San Suu Kyi, you have lived for our people, sacrificed your life for our people. You will be always the voice of our people. These are painful days. You have known darkness, you have known light in this nation. You are not only the favorite daughter of the father of the nation, General Aung San. You are Amay Suu to the nation. Truth will prevail. God is the ultimate arbiter of truth. But God waits. At this moment I offer my personal sympathies with your plight and pray that you may once again walk amidst your people, raising their spirits.
At the same time I wish to confirm that this incident takes place due to lack of DIALOGUE and communication and lack of acceptance of one another. 

 4. To the International Community:
We are grateful for your concern and appreciate your sense of shock. We are grateful for your compassionate accompaniment at this moment. It matters a lot.
But history has painfully shown that abrupt conclusions and judgments ultimately do not benefit our people. Sanctions and condemnations brought few results, rather they closed doors and shut out dialogue. These hard measures have proved a great blessing to those superpowers that eye our resources. We beg you do not force concerned people into bartering our sovereignty. The international community needs to deal with the reality, understanding well Myanmar’s history and political economy. Sanctions risk collapsing the economy, throwing millions into poverty. Engaging the actors in reconciliation is the only path.
What has happened is painful. It has shattered our people. I write this with a desire to console them. I write not as a politician. I believe all the stakeholders in this country wish the best for our people. I write with prayers and hope that his great nation, this golden land of a graceful people will enter into global stage as a reconciled community of hope and peace. Let us solve all disputes through dialogue.
Peace is possible. Peace is the only way. Democracy is the only light to that path. 

 Cardinal Charles Maung Bo
Archbishop of Yangon Myanmar
President of the Catholic Bishops, Conference of Myanmar
President of Federation of Asian Bishops’ Conferences
Patron of Religions for Peace Myanmar
and Co-President of Religions for Peace International

 

 

02. Februar 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Im Anhang erhalten Sie die Erklärung von Religions for Peace International zu der Machtergreifung des Militärs in Myanmar und der Verhaftung der demokratischen Führungspersönlichkeiten. Wer wie ich das Auftreten der multireligiösen Delegation aus Myanmar bei der Weltversammlung von Religions for Peace 2019 in Lindau erlebt hat, muss erschüttert sein darüber, wie deren kontinuierlicher Einsatz für Demokratie und Versöhnung jetzt gewaltsam unterbrochen wurde. 

Ich habe mich auch um eine Übersetzung ins Deutsche bemüht, die Sie im zweiten Anhang finden. Lassen Sie uns im Hindenken und im Gebet verbunden bleiben mit den Menschen in Myanmar

Ihr
Johannes Lähnemann

 

 

28. Januar 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Einen besonderen Gruß zum Neuen Jahr 2021 haben wir von Oberbürgermeister Marcus König erhalten. Er bedankt sich für das Buch „Begegnung – Verständigung – Kooperation“ mit der Darstellung unserer mehr als 30-jährige Arbeit, das ich ihm zugesandt habe, und die Broschüre „Offene Türen – Religionsgemeinschaften in Nürnberg und Umgebung“.
Er spricht uns seine Anerkennung aus und macht uns Mut für unseren Einsatz auch im Jahr 2021. 

Ich denke, es wird Sie freuen, den Brief zu lesen, den ich Ihnen mitschicke. Trotz aller Einschränkungen, mit denen wir weiterhin noch leben müssen, gibt es hoch interessante Angebote interreligiöser Begegnung in diesen Monaten, an denen Sie online teilhaben können. Ich stelle sie Ihnen in dem beigefügten Rundschreiben vor.

Danken möchte ich vielmals für die Beiträge zu unserer Arbeit, die auf unserem Konto eingegangen sind. Sie stützen die Zuarbeit durch den Lehrstuhl Religionspädagogik und erleichtern unsere Planungen und Vorhaben. 

 Ich wünsche Ihnen, dass Sie gesund und behütet bleiben. In unseren Herzen bleiben wir miteinander verbnnden.

Ihr
Johannes Lähnemann

 

 

2. Dezember 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt!
– Mit diesem Hoffnungs- und Verheißungswort aus dem Propheten Jesaja (Kap. 60 V. 1) grüße ich Sie alle in der Erwartungszeit vor den lichtvollen Festen Chanukka im Judentum und Weih-nachten im Christentum. Wir blicken auf ein Jahr zurück, dessen Verlauf wir uns an seinem Anfang noch nicht hätten vorstellen können. Wir alle sind von der Corona-Pandemie betroffen und damit auch die Arbeit von Religionen für den Frieden. Seit dem Frühjahr mussten die Vorhaben, die wir mit dem Themenjahr „MUSICA SACRA. Musik der Religionen im Dialog“ geplant hatten, verschoben werden.

Und doch hat es viele Lichtzeichen gegeben, die unseren Einsatz und unsere Solidarität in dieser schwierigen Zeit sichtbar gemacht haben: 

•Im Januar waren wir beim Neujahrsempfang der Ahmadiyya Muslim-Gemeinde zu Gast. 

•Im Februar erschien bei Vandenhoeck & Ruprecht das Buch „Begegnung, Verständigung, Kooperation“, in dem ich eine Bilanz unserer vielfältigen mehr als 30-jährigen interreligiösen Arbeit in Nürnberg vor-gelegt habe. 

•Im März erlebten wir noch eine eindrucksvolle Präsenzveranstaltung, mit der wir unser Themenjahr eröffnen wollten. Pfarrerin Dr. Verena Grüter sprach zu uns über: „Geistliche Gesänge statt Feindbilder – Interreligiöse Musikprojekte als Friedenszeichen“ mit Musikbeispielen. 

 •Im April bot die muslimische Begegnungsstube Medina Ihre Hilfe an für Menschen, die Unterstützung im Alltag und bei Besorgungen brauchten. 

•Im Mai konnten zertifizierte Masken verteilt werden, die uns von Religionen für den Frieden China zur Verfügung gestellt wurden.

 •Ebenfalls im Mai rief Papst Franziskus zu einem Gebet der Religionen im Angesicht der Corona-Krise auf, das der Runde Tisch der Religionen in Deutschland mit Beiträgen aus ganz Deutschland gestaltete. Es ist weiterhin über https://youtu.be/l6ELCX-MTaQ nachzuerleben. 

•Nach der Sommerpause hofften wir, den geplanten Singworkshop „Klänge der Religionen“ und die Ge-betsstunde unter dem Motto „Musik für den Frieden“ durchführen zu können, mussten beides aber auf das nächste Jahr verschieben. 

•Im Oktober stellten wir bereits den Interreligiösen Kalender 2021 zu dem Thema „Religion lernen und lehren“ vor. Bei Christine Herrmann-Wielsch kann er telefonisch (09123/9993840) oder per Mail bestellt werden (7,00 €; E-Mail christine.herrmann-wielsch@gmx.net).

In der Vorweihnachtszeit können wir zu einer interreligiösen Andacht einladen, wie sie unter Corona-Bedingungen möglich ist, zusammen mit dem Begegnungszentrum Brücke. Dr. Thomas Amberg stellt sie uns vor: „Muhabbet. Lieder von der Gottesliebe Wie klingen adventlich-christliche Liedschätze von Paul Gerhardt im Dialog mit muslimischen Sufi-Klängen und alevitischen Gesängen zur Langhals-Laute Saz? Gibt es einen Ort, an dem sich diese verschiedenen Klänge in ihrer Sehnsucht begegnen? 

Erleben Sielive oder im live-stream die musikalische Begegnung mystischer Traditionen aus Christentum, Alevitentum und Mevlevi-Sufi-Islam.  Als Musiker dabei sind Kerim und Daimi Gündüz von der Alevitischen Gemeinde, die Mevlevi-Sufi-Sänge-rin Hülya Friebe und Thomas Amberg vom Begegnungszentrum BRÜCKE. Samstag, den 12. Dezember 2020 von 18 bis 19 Uhr live in der Evang.-Luth. Kirche St. Egidien, Egidien-platz 12, 90403 Nürnberg oder im live-stream über den YouTube-Kanal der BRÜCKE unter https://www.youtube.com/channel/UCJyaXNxiBuR2C_h_910pq5A“. 

•Erinnern darf ich noch einmal an die jährliche Überweisung von 10,00 € (Nichtverdienende 5,00 €) auf unser Konto IBAN: DE84 5206 0410 0430 0440 16 BIC: GENODEF1EK1, die wir einmal jährlich von den Empfängern unserer Rundschreiben erbitten. Spenden darüber hinaus sind uns sehr willkommen! Herzlichen Dank an alle, die uns schon mit Beiträgen und Spenden bedacht haben. 

 Gleichzeitig darf ich wieder für die Mitgliedschaft in RfP Deutschland werben, die unsere Arbeit auf nati-onaler Ebene trägt und mit 25,00 € jährlich (auf das Konto von RfP Deutschland – s. u.) gestützt werden muss. Es gibt dafür auch zweimal jährlich die „Informationen“ mit vorzüglichen Beiträgen über den weltwei-ten Horizont unserer Arbeit. 

Für die Fortführung unseres Themas „MUSICA SACRA“ im kommenden Jahr haben wir schon reichlich Ideen.Es sind uns dazu bereits jetzt Beiträge aus der katholischen und evangelischen Kirche, dem Islam, dem Buddhismus und Hinduismus zugesagt worden.

Mit dem Wunsch, dass wir in der vor uns liegenden Festzeit und im Übergang zum Jahr 2021 das Miteinander und Füreinander spüren und erfahren und dass wir trotz aller Bedrängnisse dem „Frieden auf Erden“ näher kom-men,

Ihr
Johannes Lähnemann

 

 

 

5. November 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Wieder schreibe ich Ihnen schweren Herzens: Auch die Gebetsstunde der Religionen, die wir im Rahmen der Friedensdekade unter dem Motto „Musik für den Frieden“ am Sonntag, 15. November 2020 in der Kirche St. Elisabeth durchführen wollten, müssen wir angesichts der Covid 19-Einschränkungen für diesen November auf das nächste Jahr verschieben. Aber das Thema MUSICA SACRA. Musik der Religionen im Dialog wird damit nicht veraltet sein. Wenn die Corona-Pandemie hinreichend gebannt ist, werden wir die Begegnungen und das Erleben geistlicher Musik umso intensiver wahrnehmen und erleben können.

Was ich in diesem Schreiben aktuell mit Ihnen teilen möchte, ist eine Erklärung, die auf europäischer Ebene von Religions for Peace angesichts der schrecklichen Anschläge und Morde von irregeleiteten Fanatikern in Paris, Nizza und jetzt in Wien verfasst und verbreitet wurde. Wichtig erscheint mir, dass diese Erklärung von Muslimen selbst initiiert wurde und im Schulterschluss mit den anderen Religionsgemeinschaften alle Menschen guten Willens anspricht. Ich habe sie aus dem Englischen übersetzt und füge sie diesem Schreiben bei.

Der Interreligiöse Kalender 2021 zu dem Thema „Religion lernen und lehren“ ist jetzt eingetroffen. Er kann bei Christine Herrmann-Wielsch telefonisch (09123/9993840) oder per Mail bestellt werden (7,00 € + Porto; E-Mail christine.herrmann-wielsch@gmx.net). Er ist auch in der Paulusbuchhandlung, im i-Punkt im Haus Eckstein und am Lehrstuhl Religionspädagogik (Dutzendteichstr. 24) erhältlich.



Wie in jedem Jahr bitte ich darum, an die Überweisung von 10,00 € (Nichtverdienende 5,00 €) auf unser Konto IBAN: DE84 5206 0410 0430 0440 16 BIC: GENODEF1EK1 zu denken, die wir einmal jährlich von den Empfängern unserer Rundschreiben erbitten. Spenden darüber hinaus sind uns sehr willkommen!

Gleichzeitig darf ich wieder für die Mitgliedschaft in RfP Deutschland werben, die unsere Arbeit auf nationaler Ebene trägt und mit 25,00 € jährlich (auf das Konto von RfP Deutschland – s. u.) gestützt werden muss. Es gibt dafür auch zweimal jährlich die „Informationen“ mit   vorzüglichen Beiträgen über den weltweiten Horizont unserer Arbeit.

Mit herzlichen Grüßen in dieser besonderen Zeit, die unser solidarisches Zusammenstehen so notwendig macht,

Ihrem
Johannes Lähnemann